Die Ginsheim-Gustavsburger TAFEL ist ein Gemeinschaftsprojekt der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden der Mainspitze. Der Name „Ginsheim-Gustavsburger TAFEL“ ergibt sich aus der Vorgabe des Bundesverbandes der Tafeln, dass nur Ortsnamen zulässig sind. Da die Ginsheim-Gustavsburger TAFEL kein eigenständiger Verein ist, hatte die evangelische Kirchengemeinde Ginsheim bisher die Rechtsträgerschaft. Seit 1. Oktober 2010 übernimmt das Diakonische Werk Groß-Gerau / Rüsselsheim die Rechtsträgerschaft.
Zuständig ist die Ginsheim-Gustavsburger TAFEL für die Orte Bischofsheim, Ginsheim und Gustavsburg. In Absprache mit der Rüsselsheimer Tafel übernimmt die Ginsheim-Gustavsburger TAFEL auch Gäste aus Bauschheim.
Als Gäste sind grundsätzlich alle Menschen willkommen, die nur über geringe finanzielle Mittel verfügen – ganz gleich welcher Glaubensrichtung oder Nationalität. Den Kirchengemeinden und der Leitung der Ginsheim-Gustavsburger TAFEL ist es ein Anliegen, dass gemäß unserem christlichen Auftrag, die Menschen die kommen, nicht nur ein Stück Brot, sondern auch Würde erhalten. So bemühen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Gästen mit Achtung und Respekt zu begegnen und eine Atmosphäre des Angenommenseins herzustellen. Dies ist bisweilen aus unterschiedlichen Gründen eine Herausforderung.
Als Gäste dürfen wir Menschen mit sehr verschiedener Herkunft und sehr unterschiedlichen Hintergründen begrüßen. Mit dem Anspruch der Ginsheim-Gustavsburger TAFEL, für alle eine menschen- und lebensfreundliche Situation herzustellen, erweist sich allein dies auch als eine Aufgabe der Integrationsarbeit.
Getragen werden können diese Herausforderungen wiederum nur durch ein gegenseitiges Verständnis und Stützen innerhalb der Mitarbeiterschaft. Zurzeit sind ca. 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen vier Orten (Bischofsheim, Ginsheim, Gustavsburg und Bauschheim) ehrenamtlich oder einige wenige als „Ein-Euro-Jobber“ für die Ginsheim-Gustavsburger TAFEL mit überwiegend größtem Engagement und erheblichem zeitlichem Aufwand tätig.
Vernetzt ist die Ginsheim-Gustavsburger TAFEL mit den umliegenden Tafeln in Mainz, Wiesbaden, Rüsselsheim, Groß-Gerau und Riedstadt. Als jüngst der umliegenden Tafeln wurde sie 2006 gegründet. Der erste Aufruf von Sonja Ritz während des ökumenischen Weltgebetstags-Gottesdienstes der Frauen im März 2006 eine solche Einrichtung in der Mainspitze zu gründen, führte zu einer solch überwältigenden Resonanz, dass innerhalb von zwei Monaten die erste Ausgabe in den Räumen der evangelischen Kirchengemeine Ginsheim organisiert werden konnte.
Inzwischen dürfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an mehr als 300 Menschen Lebensmittel, Kleidung und Gegenstände des täglichen Gebrauchs weitergeben. Ein hoher Anteil an den Menschen, die versorgt werden, sind Kinder und ältere Menschen.
Das TAFEL-Konzept
"Jeder gibt, was er kann." Nach diesem Leitspruch engagieren sich örtliche Bäckereien und Wochenmärkte, Supermarktketten, Kfz-Mechaniker, Grafiker, Automobilhersteller, Beratungsunternehmen...
Rund 32.000 Menschen engagieren sich als ehrenamtliche TAFEL-Helfer für bundesweit über 750 TAFELN mit ihrer Zeit. Ein paar Stunden am Tag, in der Woche, im Monat - so wie es die persönlichen Möglichkeiten zulassen.
Der TAFEL – Gedanke
Es gibt Lebensmittel im Überfluss und dennoch haben nicht alle Menschen ihr täglich’ Brot. Die TAFELN bemühen sich mit ehrenamtlichen Helfern um einen Ausgleich für die Bedürftigen ihrer Stadt. Mit der Zunahme der Armut in Deutschland und dem Abbau von Sozialleistungen ist auch die Zahl der TAFEL-Läden schnell gestiegen: von 34 Läden im Jahr 1995 über 270 in 2000 bis gegenwärtig rund 850. In Deutschland werden jeden Tag Tonnen einwandfreier Lebensmittel weggeworfen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen, die sich nicht ausreichend ernähren können.
Die TAFEL-Bewegung sammelt qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die nicht mehr verwendet werden, ein und verteilt sie kostenlos oder zu einem symbolischen Betrag an Bedürftige und karitative Einrichtungen. Jährlich werden so mehr als 1 Mill. bedürftige Menschen pro Woche mit 100.000 Tonnen Lebensmittel versorgt. Es geht hier nicht etwa darum, „Abfall” zu entsorgen. Selbstverständlich erfüllen alle zu verteilenden Lebensmittel die gesetzlichen Bestimmungen. Verdorbenes ist nicht dabei. Jeder weiß: Die „TAFELN” handeln verantwortungsvoll.
Wir wollen, dass diese Nahrungsmittel nicht mehr automatisch im Müllcontainer landen, sondern von uns an wirklich Bedürftige verteilt werden können.
Auch Sie halten die TAFEL für eine gute Idee? So können Sie helfen:
- als Sponsor
- als Helfer bei der Tagesarbeit
- als Zulieferer von Lebensmitteln
- als Sach- und Geldspender
- als Mitglied einer Kirche, eines Clubs oder einer anderen
Vereinigung organisieren Sie Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern,
Betriebsfeiern, Flohmärkte
Oder Sie feiern Geburtstage, Jubiläen, Hochzeiten - alles gute
Gelegenheiten für Spenden zugunsten der TAFEL
- als Rat- und Ideengeber sind Sie uns willkommen. Vielleicht können Sie
Kontakte knüpfen zu potenziellen Mitgliedern, Spendern oder Sponsoren
- Vielleicht kennen Sie jemanden, der uns einen Lagerraum (möglichst mit
Kühlmöglichkeit) zur Verfügung stellen kann?
Oder....oder....oder ?